Dionysos befiehlt: HABT Achtl!

… und bittet euch zum Fest an seinem angestammten Datum. Die Wiener Malerin Raja Schwahn-Reichmann verfolgt einen Plan, wie er sich für eine angebliche Weinmetropole ziemt: Sie will Wien zu einem neuen Hotspot des Dionysos-Kults machen. Den Perinetkeller verwandelt sie dafür in eine gemalte und inszenierte bukolische Landschaft, die sie mit möglichst entsprechend gewandeten Gästen füllen will. Gold, Rot, Felle, Efeu (der ist auch im Februar grün) heißt die Devise. Wer glaubt, den Kostümerwartungen nicht gerecht werden zu kennen, dem oder der bietet die Malerin im Vorfeld Kostümberatung an (0676 4953133). Ihr Wunsch: «Haltlose Damen mit heiligem Lüstl treffen auf lose Herren mit göttlichem Dürstl».

Freitag 14. Februar 2020, ab 19:30
Perinetkeller, Perinetgasse 1, 1200 Wien
Eintritt: Spenden.

ZECK – Eine Wiener Verwandlung

Skizze zu "ZECK"
Skizze zu einem Gemälde für „ZECK“

Premiere: 13. November 2019 / Uraufführung
Zeck / Eine Wiener Verwandlung
Theater Nestroyhof Hamakom, Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Dieser Gregor Samsa ist skrupelloser Fotograf, der im Hotel Mama logiert, weil er keinen Erfolg hat. Sein Vater ist arbeitsloser Alkoholiker, seine Mutter muss als Putzfrau die Familie über Wasser halten. Gregor ist auf Koks – seinen versoffenen Vater verachtet er. Gregor lässt sich von seiner Mutter füttern, bestiehlt und verspottet sie.

Gregors Schwester Grete ist Malerin. Auch ihre Bilder finden kein Interesse, auch sie wohnt noch daheim. Verkannt fühlen sich beide, das eint die Geschwister: Sie stilisiert seine Fotos, er ihre Bilder. Auch Wälsungenblut fließt in den Adern der Geschwister. Bis Gregor eines morgens als Zecke erwacht…
Kafkas Erzählung birgt auch ein Libretto in sich: Eine surreale musikalische Familienaufstellung, die Musik ist unmittelbar ins Bühnengeschehen eingebunden.

Alle Termine und Tickets auf hamakom.at/zeck

MIT: Anna Hauf, Konrad Rennert, W.V. Wizlsperger
MUSIK: Hannes Löschel
LIBRETTO: Peter Ahorner
AUSSTATTUNG: Simon Skrepek
VISUALS: Johannes Novohradsky
FOTOS: Markus Rössle
GEMÄLDE: Raja Schwahn-Reichmann

13. März 2018: Elfriede Gerstl, Erni Mangold, Raja u.a.

Lesungen/Textprojektionen – in Kooperation mit Herbert J. Wimmer
Modeperformance/Musik mit Raja Schwahn-Reichmann/Esther Wratschko


Elfriede Gerstl // Herbert Wimmer // Erni Mangold // Raja Schwahn-Reichmann // Esther Wratschko (v.l.n.r.). Foto Elfriede Gerstl: © Literaturverlag Droschl; Foto Erni Mangold: © Agentur Kelterborn

Der Abend ist einer der wichtigsten Schriftstellerinnen der österreichischen Literatur nach 1945 gewidmet: Elfriede Gerstl. 1932 in Wien geboren, überlebte sie als Jüdin die NS-Zeit in mehreren Verstecken. Ihre ersten Gedichte veröffentlichte Gerstl 1955, da war sie gerade einmal 23 Jahre alt. Als einzige Frau im Umkreis der Autoren der Wiener Gruppe und der frühen Aktionisten, die aus Wien vertrieben wurden, verbrachte sie die bewegten 60er Jahre in Berlin, kehrte 1968 aber wieder nach Wien zurück. Bis zu ihrem Tod im April 2009 schrieb Gerstl Essays und Gedanken aus dem Alltag einer Städterin, Gedichte über das Schwere und das Leichte, die Stadt und die Kunst – bis zuletzt frisch, persönlich, vielschichtig und funkensprühend. Im Droschlverlag ist eine fünfbändige Werkausgabe erschienen, die letzten drei Bände nach ihrem Tod: „Haus und Haut“ (2014), „Tandlerfundstücke“ (2015), „Das vorläufig Bleibende“ (2017).

Bekannt war Gerstl auch für ihre große Sammelleidenschaft für Vintage-Mode, mit der sie handelte und tandelte – und die sie auch literarisch verarbeitete. Sie trug wahre Schätze aus den unterschiedlichsten Epochen zusammen. Ihr Kleider-Nachlass befindet sich bei der Künstlerin Raja Schwahn-Reichmann. Zum Programm des Abends:

  • Die Schauspielerin Erni Mangold liest aus Elfriede Gerstls „Tandlerfundstücken“ (Literaturverlag Droschl 2015).
  • Herbert J. Wimmer (Gerstls Lebensmensch) zeigt, liest und kommentiert alte und neue „Textansichtskarten“, u. a. aus dem gemeinsam veröffentlichten „Schachtelbuch“ LOGO(S), (Literaturverlag Droschl 2004).
  • Raja Schwahn-Reichmann lässt Elfriede Gerstls legendäres Salönchen aufleben. Im Rahmen eines „Zimmerpicknicks“, und begleitet durch Live-Musik von Esther Wratschko, wandeln und verwandeln sich Fans vor den Augen des Publikums in TrägerInnen Elfriedes textiler Schätze. So wird Einblick gegeben in das Sammlerleben von Elfriede sowie in das Näh- und Schmähstübchen Rajas, die dieses mit Elfriedes Nachlass fortführt.

Modeschau und Publikumsteilnahme nicht ausgeschlossen. Programmänderungen noch möglich!

Dienstag 13. März 2018, 19.30 Uhr. Einlass: 19.00 Uhr. Eintritt: Freie Spende!
Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11


Foto: M. Heckmann 2016

14. Februar 2018 Dionysosfest

Auf zum Dionysosfest! Am Mittwoch 14.2. – dem angestammten Festtage des Efeubekränzten. Im KaFee von Sinnen, ehem. XI, Pazmanitengasse 15, 1020 Wien ab 18h.
Speis u.Trank, kein Eintritt, aber normale Konsumation. Lebendmusi und DJ…

Herzlich willkommen alle Faune, Götter, Feen, Madln und Menadln… -auch weitersagen! – entsprechende Gewandung willkommen! Zumindest ein Efeukränzchen am Haupte! Auf weinseliges Feiern freut sich Raja

ab 24. Juni 2017: „Der duftende Garten des Scheik Nefzaui“

Ausstellung in Schloss Damtschach, Malerei, Fotografie, Objekte

Raja Schwahn-Reichmann
Wolfgang Schwahn
Sissi Farassad
Jasmina Haddad
Rita Nowak
Alina Kunitsyna
Alex Amann
Andreas Orsini-Rosenberg
Florian Reither
Michael Krainer
Renate Quehenberger
One two much

Eröffnung: Sa 24. Juni 2017 um 19 h
GALERIE SCHLOSS DAMTSCHACH
Damtschacherstrasse 18
9241 Wernberg

GALERIE
Samstag bis Sonntag von 14 h – 19 h und nach telefonischer Vereinbarung (+43 0699 10567341)
Die Ausstellung ist bis 20. August geöffnet.

www.damtschach.at